
Hinzugefügt 24 Jan 05 Aktualisiert 09 Jan 09Das Buch schließt eben diese Wissenslücke. Das Thema sind die psychologischen Facetten des Mediums: Kommunikation über Sprache und Bilder, Motivation, Nutzerverhalten, Aufmerksamkeit und Handeln. An Praxisbeispielen werden typische Gestaltungsfehler und Fallstricke bei der Gestaltung von Seiten gezeigt. Der Leser lernt, das Internet und seine Benutzer besser zu verstehen.
Die 2. Auflage ist um das Kapitel "Gedächtnis- und Informations-Architektur" erweitert. Der Autor geht hier der Frage nach, welche Möglichkeiten und Modelle der Vernetzung von Informationen es gibt.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Dieses Buch versucht, einige der "Missing Links" zu knüpfen, die es zwischen dem Wissen der Grundlagenforschung, Erkenntnissen aus Nutzer-Studien und den Kriterien für die Bewertung und Gestaltung von Websites gibt. Die 2. Auflage ist um das Thema "Informationsarchitektur" erweitert.
Er ist Gründer der Website KommDesign.de, die sich seit 1999 vom Geheimtipp zu einer der meistfrequentierten Informationsquellen zum Thema Ergonomie, Design und Kommunikation im deutschsprachigen Internet entwickelt hat. Seine "Galerie des schlechten Webdesigns", in der er Internetprojekte großer Konzerne satirisch kommentiert, ist mittlerweile auch in der breiteren Internet-Gemeinde bekannt.
Wahrnehmen, denken, entscheiden und handeln -- das sind die Faktoren, die den Benutzer einer Website bestimmen und sie legen auch die Rahmenbedingungen fest, an denen sich Thomas Wirth auf der psychologischen Seite seines Buches orientiert. Dazu kommt natürlich noch die Umsetzung der gewonnenen psychologischen Erkenntnisse. Doch man sollte Missing Links nicht mit einem Usability-Buch verwechseln, denn, wie er es in seinem Vorwort betont, geht es vielmehr um die Qualität einer Website. Stimmigkeit. Inhalt. Gesamtbild. Eben Qualität.
Kommunikation, Aufmerksamkeit und Motivation und Handeln lauten die drei Hauptkapitel, die Themen wie Wörter, Bilder, Animation, Aufmerksamkeit, Eye-Catcher und Problemlöser umfassen. Immer gut strukturiert und nicht akademisch mit einem entspannten Schreibstil vorgestellt. Neben einigen Überarbeitungen ist vor allem ein neues Kapitel zur Informationsarchitektur hinzugekommen. Damit ist die zweite Auflage auch für Besitzer der ersten interessant.
Missing Links stellt eine angenehm erfrischende Ausnahme dar: Nur wenige deutsche Bücher zum Thema Webdesign schaffen den Sprung zu einem Überblick ohne zu seicht und unbrauchbar zu werden. Und nur wenige lassen sich nicht zu fanatischen Standpunkten hinreißen, nur um sich hervorzuheben. Thomas Wirth überzeugt, eben weil es ihm um die Qualität des Resultats und nicht um einen möglichst kontroversen Standpunkt geht. --Wolfgang Treß
Wahrnehmen, denken, entscheiden und handeln -- das sind die Faktoren, die den Benutzer einer Website bestimmen und sie legen auch die Rahmenbedingungen fest, an denen sich Thomas Wirth auf der psychologischen Seite seines Buches orientiert. Dazu kommt natürlich noch die Umsetzung der gewonnenen psychologischen Erkenntnisse. Doch man sollte Missing Links nicht mit einem Usability-Buch verwechseln, denn, wie er es in seinem Vorwort betont, geht es vielmehr um die Qualität einer Website. Stimmigkeit. Inhalt. Gesamtbild. Eben Qualität.
Kommunikation, Aufmerksamkeit und Motivation und Handeln lauten die drei Hauptkapitel, die Themen wie Wörter, Bilder, Animation, Aufmerksamkeit, Eye-Catcher und Problemlöser umfassen. Immer gut strukturiert und nicht akademisch mit einem entspannten Schreibstil vorgestellt. Neben einigen Überarbeitungen ist vor allem ein neues Kapitel zur Informationsarchitektur hinzugekommen. Damit ist die zweite Auflage auch für Besitzer der ersten interessant.
Missing Links stellt eine angenehm erfrischende Ausnahme dar: Nur wenige deutsche Bücher zum Thema Webdesign schaffen den Sprung zu einem Überblick ohne zu seicht und unbrauchbar zu werden. Und nur wenige lassen sich nicht zu fanatischen Standpunkten hinreißen, nur um sich hervorzuheben. Thomas Wirth überzeugt, eben weil es ihm um die Qualität des Resultats und nicht um einen möglichst kontroversen Standpunkt geht. --Wolfgang Treß
Das ist das Positive (und auch das Schwierige, versteht sich...) an diesem Buch: Der Autor dogmatisiert nicht, zumindest nicht übermäßig. Er will sogar, dass man als Leser nicht immer seiner Meinung ist. Das war ich beim Lesen auch nicht, zumal ich manche Themen zu kurz, andere wieder zu umfangreich behandelt fand. Aber trotzdem hat mich dieses Buch in der Summe sehr zufrieden aussehen lassen, als ich fertig war: Endlich mal einer, der die Sache ähnlich sieht wie ich und endlich einer, der sich nicht als Alleswisser, Alleskönner und Alleswoller hinstellt (wie z. . unser allseits bekannter "Master Nielsen", seines Zeichens Usability-Guru, es immer wieder gerne tut...)
Die Inhalte des Buches werden großteils sehr unterhaltsam und übersichtlich dargestellt und so manche "Nachdenkerei" am Rande hat mich zum lachen gebracht, weil sie in ihrer Darbietung naiv wie bestechend nachvollziehbar zugleich war. Manchmal sind die Grafiken etwas popelig klein, manchmal konnte ich erst auf den 10. Blick erkennen, was denn eigentlich bei einer Abbildung gemeint war - aber alles in allem kann ich das Buch empfehlen. leider ist es ziemlich teuer und das ist wirklich ein wahrer Wehmutstropfen.
Die tw. zu kleinen Abbildungen haben bereits andere bemängelt -- zu Recht. Überhaupt ließe sich verallgemeinern, dass das ambitionierte Layout an etlichen Stellen die inhaltlichen Aussagen des Autors zum Thema Nutzbarkeit/Ergonomie konterkariert: So erschweren kleine Schriftgrößen und/oder schwache Kontraste die Lesbarkeit, sind Text, Bild und Quellennachweise zusammenhanglos über die Doppelseiten, Marginalspalten und Fußnoten verstreut.
Auch kleinere inhaltliche Unstimmigkeiten haben sich eingeschlichen (Abb. 2 vs. Tab. 2, Zuordnung der Quellen [20] bis [22]) -- bei mehr als 300 Seiten Umfang sicherlich entschuldbar.
Wirth weigert sich dogmatisch zu werden -- angesichts der vielen heiß diskutierten, immer wiederkehrenden Fragen ein weiser Entschluss: ein konsequentes "je nachdem" lässt stets ein argumentatives Hintertürchen offen. Ironie dieser Strategie: Einen der wenigen Punkte, an denen Wirths klar Stellung bezieht und "kaulquappengroßen Bildchen" jegliche Wirksamkeit abspricht (Abb. 68), widerlegt er später selbst, als er empfiehlt, "raumfüllende Schmuckgrafiken zurechtzustutzen" (Abb. 148).
Der betont lockere Stil gleitet nur an wenigen Stellen ab ins überdreht Plappernde ("...nach längerem Strinrunzeln habe ich [Jesi] als korrekten lateinischen Plural von ’Jesus’ bestimmt", 145). Ein Lektorat könnte allerdings kleinere Redundanzen wie "Sprachjargon" (36) ausmerzen. Dass auch Wirths sich dem Sog des Jargons nicht ganz entziehen kann, zeigen solch leicht vermeidbare Anglizismen wie "Inverted Pyramid-Style" (209).
Schwerer wiegen inhaltliche Lücken wie die auf S. 87 ohne Quellen belegte Behauptung, das Lesen am Bildschirm dauere 25% länger. Dieses Detail ist deshalb beachtlich, weil Wirths auf S. 208 genau dieser Grundannahme widerspricht -- diesmal mit Hinweis auf eine entsprechende Studie.
Überhaupt: die Studien! Abgesehen von den notorischen "amerikanischen Wissenschaftlern", wie Wirths selbst sie ironisch kategorisiert und der mitschwingenden bangen Frage, wie zuverlässig und praxistauglich all diese Forschungsergebnisse wohl sein mögen, abgesehen von diesem fundamentalen Zweifel ist die extensive Quellensammlung, die Wirths Recherche versammelt, sicherlich eine der Stärken dieses Buches. Da wünschte man sich aber doch vom Verlag die mittlerweile übliche Online-Ergänzung zum Printprodukt: Wie hilfreich wäre eine Linkliste, damit man die Bandwurm-URLs nicht mühsam selbst eintippen muss!
Immerhin enthält die Verlags-Website Informationen über den Autor -- verwunderlich, dass diese nicht auch im Buch selbst genannt werden.
Um zum Titel dieser Rezension zurückzukehren: das Buch ist der Verbesserung würdig -- schließlich möchte man es allen Webschaffenden als Pflichtlektüre uneingeschränkt empfehlen: Psychologie für die Praxis!
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